Brinkmeier Küchen: Übernahme-Coup durch die Einrichtungspartnerring VME

Es ist schon ein bemerkenswerter Coup, der da Anfang Juli in Bielefeld ablief: Die Einrichtungspartnerring VME vermeldete den Kauf von 51% an der Brinkmeier System Form Küchen GmbH & Co. KG, 32289 Rödinghausen. Bemerkenswert deshalb, weil damit zum ersten Mal ein produzierendes Unternehmen von einem Möbeleinkaufsverband übernommen wurde.
Brinkmeier fertigt im 30.000 qm großen Werk im Rödinghausener Ortsteil Bruchmühlen Einbauküchen in klassischem und modernem Stil. Mit einer Jahresproduktion von gegenwärtig um die 25.000 Küchen ist Brinkmeier damit in die Gruppe der kleineren Küchenhersteller einzuordnen.
Der Einkaufsverband Einrichtungspartnerring VME GmbH & Co. KG mit Sitz in 33699 Bielefeld hingegen ist in der Verbandslandschaft eher ein Big Player. Mit einem Außenumsatz von etwa 3 Mrd. € zählt die VME zu den Top 5 im aktuellen Umsatzranking. Unter den knapp 200 Gesellschafterunternehmen - sprich Möbelhändlern - sind übrigens sowohl mittelständische Betriebe, als auch Möbelriesen wie Turflon in Werl, Breitwieser in Heidelberg und Möbel Rieger in Göppingen.
Was den Küchenhersteller und den Einkaufsverband bisher vereinte: Brinkmeier einerseits arbeitete auf Verbandsebene ausschließlich mit der VME zusammen. Die VME andererseits machte einen großen Teil des Küchenumsatzes mit den Rödinghausenern.
Als Brinkmeier Küchen zuletzt mehr und mehr finanziell ins Schlingern geriet, sah die VME-Geschäftsführung die Chance (oder das Muss) zu handeln. Ich möchte nicht darüber spekulieren, ob nun der Gedanke der Verbandsbosse an das eigene Portemonnaie, oder ob vielleicht volle Auftragsbücher der VME-Möbelhändler und damit ein "Stützungskauf" das wahre Motiv für den Küchen-Deal waren.
Die Konsequenz dieser Übernahme ist jedoch in jedem Fall, dass die VME-Gemeinde in Zukunft gezwungen ist, mehr Brinkmeier Küchen zu verkaufen. Gezwungen deshalb, weil die Möbler selbstverständlich nicht nur an den Gewinnausschüttungen, sondern auch an den Verlusten des Einkaufsverbands beteiligt sind, falls es mit Brinkmeier weiter bergab geht. Man darf gespannt sein, in welche Richtung das Pendel ausschlagen wird.
Für Sie als Küchenkäufer ändert sich durch dieses Geschehen im Hintergrund nichts. Brinkmeier Küchen werden durch diesen Übernahme-Deal wohl weder teurer noch günstiger im Handel zu haben sein. In so manchem Küchenstudio werden Sie aber mit Sicherheit die beiden Namen Brinkmeier Küchen und Atrium Küchen viel öfter hören als bisher.



Tchibo, anfangs ausschließlich Kaffeeröster, hat den Bogen raus, die Markt- und Vertriebskompetenz von Unternehmen fast aller Branchen auch für sich selbst nutzbar zu machen. Ich greife zwei Beispiele heraus, weil ich sie persönlich ausprobiert habe: Reisen buchen und Blumen schenken.
Für die professionellen Marktbeobachter ist es inzwischen Gewissheit: Mitnahmemärkte werden künftig immer mehr Küchen verkaufen. Ein Grund ist wohl der, dass Mitnahme oder Discount beim Verbraucher niedrige Preise suggeriert. Also her mit den günstigen Küchen. Es gibt aber nicht viele Hersteller, die sie in ausreichenden Mengen produzieren. Aus dem Stegreif heraus kann ich zum Beispiel Burger, Impuls, Pino und Nobilia nennen.
Die durchschnittlichen Lieferzeiten von 8 bis 10 Wochen und mehr sind für viele Küchenkäufer ein Ärgernis.
Über unsaubere und durchscheinende Kanten beschichteter Küchenfronten hat sich schon so mancher Küchenkäufer geärgert. Als ich diesbezüglich einmal mehr eine Mail erhielt, fiel mir ein, dass ich vor kurzem etwas darüber gelesen hatte, wie man neuerdings das leidige Problem gelöst hat. Nur, ich wusste zunächst nicht mehr, wo und was ich gelesen hatte. Kurz darauf fand ich die Quelle wieder.
Zunächst habe ich meinem Dortmunder Freund gratuliert, dass er keins dieser Küchen Angebote gekauft hat. Dann habe ich seine Frage beantwortet: