Nolte Küchen: Matrix 150 - eine einfache Sache

Nolte Küchen Matrix 150Wenn etwas auf dieser Welt großartig ist, ist es meistens einfacher Art. Diesen philosophisch angehauchten Satz habe ich mal aufgeschnappt. Ich weiß leider nicht mehr wann, wo und von wem. Er fiel mir wieder ein, als ich mich mit dem von Nolte Küchen propagierten neuen Maßsystem Matrix 150 beschäftigte.

Schade, dachte ich, dass es das damals noch nicht gab, als ich ständig Küchen plante und verkaufte. Denn ich hatte mir angeeignet, vor dem Kunden den Küchenplan per Hand zu skizzieren. Auf Millimeterpapier. Wegen der vielfältigen Maße der einzelnen Küchenelemente war das oft eine recht mühsame Angelegenheit.

Nun gibt es für Nolte Küchen nur noch ein Maß, ein Raster: 15 cm. Es wird mit Matrix 150 bezeichnet. Und das gilt für alle Küchenelemente in Breite, Höhe und Tiefe. Zum perfekten Zeichnen genügt da das übliche Millimeterpapier, wie es beispielsweise unsere Kinder in der Schule benutzen. 15 Kästchen auf dem Papier entsprechen 15 cm in Wirklichkeit. Ruck zuck ist die Küche gezeichnet. Auch der ungeübte Laie schafft das.

Das kinderleichte Planen bei der Nolte Matrix 150 ist eine Sache. Die andere ist der Gewinn an Stauraum in den Küchenelementen. In Schubkästen und Auszüge passt Großes besser hinein. Beispielsweise Großpackungen von Lebensmitteln, Kästen mit Bier, Mineralwasser, Apfelsaft oder große Suppenkellen.

Die Hängeschränke sind tiefer und bieten deshalb auch Platz für extra großes Geschirr. Für große Teller zum Beispiel, wie man sie bei den Franzosen im Elsass kaufen kann. Selbstredend, dass alle Einbaugeräte in die Schränke nach Matrix 150 bestens hinein passen.

Ein weiteres Plus ist die gefällige Optik. Die horizontalen und vertikalen Linien der Küche verlaufen harmonisch, nämlich einfach und ungebrochen. Allerdings muss man darauf achten, dass eine 5 cm dicke Arbeitsplatte eingelegt wird. Das macht dann auch die Nische zwischen Unter- und Hängeschränken harmonisch.

Zum Schluss noch mal ein Wort zur Planung auf Millimeterpapier: Keineswegs möchte ich die Küchenplanung per PC wegdrücken. Sie bleibt das Handwerkszeug der Gegenwart und Zukunft. Für Planungsprofis sowieso, für clevere Küchenkäufer auch. Aber das Vorspiel auf Papier wird mit Matrix 150 spannender.




Nolte Holzwerkstoff: Germersheimer Rheinspan wird leichter

Nolte HolzwerkstoffNolte Holzwerkstoff GmbH & Co. KG
Konrad-Nolte-Straße 40
76726 Germersheim

Das Unternehmen in Germersheim am Rhein ist ein ganz großer Hersteller von Spanplatten. Rheinspan-Platte Maxx nennt er sein Basisprodukt.

Jetzt ist AirMaxx hinzugekommen. Diese Platte sieht von außen aus wie die herkömmliche Spanplatte, hat es aber in sich: Weniger Holzspäne, dafür Styropor. Das reduziert mächtig das Gewicht. Wiegt die herkömmliche Platte in bestimmten Maßen (Fläche und Höhe) beispielsweise 100 kg, liegt das Gewicht der AirMaxx Platte in genau den gleichen Maßen bei 70 kg.

Die Möbelbauer und Möbelhändler können jubeln. Denn leichtere Möbel haben viele Vorteile über die gesamte Produktions- und Vermarktungskette hinweg. Auch der Möbelkäufer hat was davon. Vorausgesetzt, die Verarbeitungseigenschaften und die Gebrauchsqualität stimmen. Auf jeden Fall und in jeder Hinsicht, beteuert Nolte. Schließlich sei der Breimix, der zur Platte gepresst wird, vom benachbarten Chemieriesen BASF, Ludwigshafen, entwickelt worden. Und der mache keine halben Sachen.

Nun gut, können wir als Verbraucher sagen, dann produziert mal schön. Aber macht damit die Möbel bitte nicht teurer. Denn das haben wir nicht so gern.

Zunächst jedoch werden wohl nur einige Möbel leichter und wahrscheinlich bevorzugt solche, welche die Firmen der Nolte Holding produzieren, als da sind Nolte Möbel (vorwiegend Schlafzimmer), Nolte Küchen, CS Schmalmöbel (Mitnahmemöbel). Denn deren Bedarf an Spanplatten ist bereits jetzt immens. Soviel AirMaxx kann es in den ersten Jahren gar nicht geben. Andere Hersteller von Kastenmöbeln werden wohl warten müssen.




Panik beim Küchenkauf: Eine Folge der Weltfinanzkrise?

Panik beim Küchenkauf Hand aufs Herz. Haben nicht auch Sie inzwischen angesichts der Meldungen über die Finanzwelt daran gedacht, Ihr Erspartes von der Sparkasse oder Bank abzuheben, um es irgendwie und irgendwo in bar zu bunkern? Oder vielleicht besser: Schnell was Gescheites kaufen?

Die längst fällige neue Einbauküche zum Beispiel. Also los. Wo gibt es Schnäppchen? Ja, hallo, da ist einer, der gibt Prozente und er räumt gerade sein Küchenstudio.

Was dann kommt, ist für mich Panik pur. Ich inszeniere mal einen Küchenkauf. Ich gebe meinem fiktiven Küchenkäufer den Namen Walter und der fragt in der Küchenabteilung eines großen Möbelhauses den Verkäufer:

"Könnten Sie mir bitte meine Einbauküche planen? Hier sind die Maße. Ich habe es allerdings eilig."

"Kein Problem. Was wollen Sie denn anlegen?"

Beim Wort anlegen zuckt Walter zusammen, zumindest innerlich, denn er hat 25.000,00 Euro bei der Sparkasse angelegt. Er nennt den Betrag. Der Küchenverkäufer hantiert an seinem PC und fängt an zu planen. Nach relativ kurzer Zeit dreht er Walter den Bildschirm hin und sagt: "So könnte die Küche aussehen." Walter ist beeindruckt. Die 3D-Darstellung auf dem Bildschirm zeigt eine Küche, wie er sie sich immer vorgestellt hatte. "Was kostet das?", fragt er.

"27.500,00 Euro."

"Nein, das ist mir zu viel."

"Einen Augenblick bitte. Ich frage den Chef."

Als der Verkäufer zurückkommt sagt er: "Wir können es für 24.500,00 Euro machen."

"Einschließlich Montage?"

"Ja."

"Und können Sie in 2 Wochen liefern?", fragt Walter und spürt eine Angst, die ihm der Zweifel einflüstert, ob sein Geld noch so lange auf der Sparkasse da ist.

"Auf keinen Fall! Die Lieferzeit ist 10 Wochen. Der Küchenhersteller fängt erst an zu produzieren, wenn wir den Auftrag hingegeben haben."

"Und die Ausstellungsküche, die Sie mir gezeigt haben?"

"Die passt doch nicht 1 zu 1 in den Raum. Bis die Ergänzungsteile da sind, vergeht die gleiche Zeit", sagt der Verkäufer. Dann macht er ein nachdenkliches Gesicht und sagt: "Ich könnte alles dran setzen, die Lieferzeit auf 3 Wochen zu verkürzen. Aber das geht nicht ohne Anzahlung."

"Und die wäre?"

"90 Prozent des Kaufpreises, das sind 22.000,00 Euro."

Walter überlegt und gewinnt etwas an innerer Sicherheit. Er denkt: Ich überweise also sofort 22.000,00 Euro für eine Küche, die mir in drei Wochen geliefert wird und rette damit meine Geldanlage. Die restlichen 3.000,00 Euro kann ich ja noch bei der Sparkasse lassen, bis die Lieferung einwandfrei erledigt ist.

Hier beende ich mein Szenario und seufze: Mein Gott Walter!

Wer so ran geht, verstößt abrupt gegen alle Regeln der Cleverness und macht einen Doppelfehler. Erstens gibt er sein Geld weg und zweitens für nichts. Denn auf dem Konto ist nichts mehr und die Küche steht noch lange nicht. Der Küchenhändler in diesem Szenario könnte sich vielleicht ins Fäustchen lachen, aber er kichert noch nicht einmal. Denn er weiß ja auch nicht, wohin mit dem Geld.

Mein Ratschlag: Wenn man in turbulenten Zeiten eine Küche kauft, kann man seine Schäfchen prima ins Trockene bringen, wenn man nicht in Panik verfällt und bei der Strategie bleibt, wie ich sie im Ratgeber Clever Küchen kaufen beschrieben habe.




Moderne Küchen: Wie sehen sie aus?

Moderne Küchen Moderne Küchen werden nach einem Trend gebaut, der bereits gestern begann. Das zeigte ganz deutlich die K.O.W., die Küchenmesse Ost Westfalen.

Dieser beliebte Branchentreff fand Ende September 2008 statt. Und die Küchenhersteller und -händler nahmen dafür weite Wege in Kauf.

Die Ausstellungen verteilen sich über vier Zentren zwischen dem Teutoburger Wald im Süden und dem Wiehengebirge im Norden:

  • Forum 26 - 32289 Rödinghausen-Ostkilver
  • Focus Küche & Bad - 32120 Enger-Hiddenhausen
  • M.O.W. Messezentrum - 32683 Barntrup
  • Küchenmeile A 30 - 23 Hersteller entlang der Autobahn zwischen Melle und Bad Oeynhausen

Die K.O.W. ist eine reine Ordermesse für den Handel, also nichts für Verbraucher. Die sollen das zwar alles bezahlen, aber erst später, wenn sie im Küchenstudio ihre Küche kaufen. Bei den Küchenhändlern werden die Endkunden dann auch sehen, was moderne Küchen auszeichnet und was der Trend bei den Fabrikanten ist. Ich kann dazu wegen der gebotenen Kürze nur Schlagwörter nennen:

  • Fronten weiß in allen Schattierungen
  • Höhen in festen Rastermaßen
  • Keine Griffe mehr bei Schüben und Türen
  • Türen faltbar oder verschiebbar
  • E-Geräte hinter den Fronten versteckt (nicht nur die Kühlgeräte, sondern auch die Wärmeeinheiten, wie Kochfeld, Backöfen usw.)
  • LED Beleuchtung überall
  • Moderne Küchen und deren Integration in den Wohnbereich

Was die Rastermaße für moderne Küchen angeht, hat mich vor allem Nolte Küchen beeindruckt: Er kreiert das Modell 150 Matrix. Das Grundmaß ist also 150 cm mit gleichmäßigen Unterteilungen in Höhe, Breite und Tiefe je nach Gebrauchszweck des Elements.

Als weiteren Hersteller möchte ich nennen

Störmer
Spenger Str. 188
32130 Enger
www.stoermer-kuechen.de

Und zwar deshalb, weil dieser Produzent den meisten kaum bekannt sein dürfte. Denn er versteckt sich hinter Musterring als dessen Hoflieferant.




Schüller Küchen: Modelle "C2" und "C3" sollen "creativ" ersetzen

Schüller Küchen C2 und C3Der Küchenhersteller Schüller, 91567 Herrieden, gab in diesen Tagen seinen Handelspartnern bekannt, dass er den Consumerbereich mit neuen Produktlinien beleben wird. Sie heißen "schüller C2" und "schüller C3". Es sind gerasterte Küchen in den Unterschrankhöhen 715 und 780 mm. Als Termin für den Verkaufsstart von "C2" ist der November 2008 vorgesehen. "C3" soll dann im zweiten Quartal 2009 im Handel plaziert werden. Dafür soll die konsumige Modellreihe "creativ" auslaufen, aber in jedem Fall noch bis mindestens Ende 2009 produziert werden.

Consumerbereich? Konsumig? "Was heißt das?", fragen Sie jetzt vielleicht. Das beantworte ich gerne. Hinzu kommt, dass ich damit Leser informieren kann, die mich immer wieder direkt über Schüller ausfragen. Sie mokieren sich über die hohen Preise.

Zunächst etwas Grundsätzliches. Wenn Möbel- bzw. Küchenhersteller nennenswerte Marktanteile erobern wollen, gelingt das nur mit Produkten, die im Branchenjargon als "konsumige Ware" bezeichnet werden. Da muss der Preis möglichst unten liegen.

Sind die Marktanteile groß genug, kann man es zusätzlich mit teuer versuchen. Das ist dann die so genannte hochpreisige Ware.

Der Küchenmöbelhersteller Schüller macht inzwischen beides. Mit seinen Modellreihen "creativ", "schüller C2" und "schüller C3" setzt er auf konsumig, also auf Umsatz und Marktanteile. Richtig Geld verdienen will er aber mit den hochwertigen Küchen. Diese heißen Schüller next125 und Schüller next line und da liegen die Preise ganz schön oben.

Doch egal ob konsumig oder hochpreisig: Meine Tipps zum Küchen- und Herstellervergleich in Clever Küchen kaufen gelten natürlich auch für die neuen Schüller-Produkte.




Kreditknall gefährdet Hausbau und Einbauküche

Hausbau und EinbaukücheSeit die Menschheit von der Tauschwirtschaft zur Geldwirtschaft überging, lebt sie weitgehend auf Pump. Sie entwickelte dazu gewissermaßen Pumpstationen, die das Geld in Fluss halten. Am Anfang waren das Geldverleiher, dann kam das Bankensystem, aus dem sich bis heute schließlich der weltumspannende Geld- und Kreditmarkt entwickelt hat.

Dieser ächzt derzeit allerdings unter einer deftigen Krise, weil man in manchen Ländern den Leuten mehr Geld gepumpt hat, als sie jemals zurückzahlen können. Eine noch nie erlebte Folge daraus ist, dass von heute auf morgen überall Geldmangel herrscht, sowohl bei den Banken als auch beim Volk.

Das ist in grober und verkürzter Darstellung der kulturhistorische Hintergrund, vor dem sich aktuell auf der Welt so manches Drama abspielt. Die Schuldner werden säumig. Banken geraten in Schieflage. Kreditzusagen werden herabgesetzt oder gar einfach storniert. Die Schuldner stürzen endgültig ab.

Wir in der Bundesrepublik leben da keineswegs auf einer seligen Insel. Ich möchte dazu einmal ein spezielles Szenario ausbreiten, das in unserem Land gar nicht so selten vorkommt.

Wohnen im eigenen Heim ist für Viele nach wie vor das Ziel des Lebens. Dafür setzen sie alles dran und spielen dabei auch ein bisschen. Sie denken: Wenn man sich schon viel Geld für den Hausbau pumpen muss, dann kann man auch gleich die Kosten für die Einbauküche mit einrechnen. Der Banker nickt. Und schon wird die Einbauküche geordert, obwohl das Baugeld noch lange nicht auf dem Konto ist.

Dann kommt plötzlich der Kreditknall im globalisierten Geld- und Kreditgewerbe. Auch die deutschen Banken zittern. "Ihre Kreditlinie wird angepasst", hört jetzt der Häuslebauer in vornehmem Bankerdeutsch. Klartext: Es gibt weniger Geld. Dem Betroffenen entstehen dadurch gleich zwei Probleme:

  • Er kann die Einbauküche nicht bezahlen
  • Der Hausbau an sich ist gefährdet.

Was tun? Erster Gedanke:

Das Bauprojekt könnte sich vielleicht immer noch rechnen, wenn die Tausende von Euro für den Küchenkauf nicht wären. Wie aber heraus kommen aus dem Küchenkauf?

Einen Rechtsgrund, den Kauf rückgängig zu machen, gibt es nur in wenigen genau definierten Fällen. Der Kreditknall als solcher zählt meines Wissens nicht dazu. Aber das sind Rechtsfragen. Dazu kann ich nichts sagen, denn ich bin kein Jurist.

Bleibt also nur, den Küchenmöbler durch geschicktes Verhandeln dazu zu bringen, auf sein Geschäft zu verzichten. Dazu muss man Anreize bieten können und wissen, wie Möbler denken. Ich kenne diese Denke und habe im Ratgeber Clever Möbel kaufen darüber geschrieben.




Günstige Küchen: Mit wie viel Rabatt kann man rechnen?

Günstige KüchenFragt etwa so ein Käufer, der günstige Küchen sucht? Nach der Meinung eines Reporters eines bekannten Hamburger Verlags offensichtlich schon. Ich muss das so akzeptieren, auch wenn sich mir die Haare sträuben. Die Medien fördern hier eine völlig sinnlose Denke nach Rabatt und Prozenten und wollen dazu den Käufern von Einbauküchen Ratschläge geben. Das besagte Verlagshaus fängt bei mir in seiner Anfrage wie folgt an:

"Im Zusammenhang mit der Vorstellung eines Finanzierungsprodukts einer Bank schreiben wir auch zum Thema günstige Küchen…"

Dann kommen die Fragen, die mir eigentlich weh tun, weil sie zeigen, wie wenig meine langjährige Aufklärungsarbeit bisher an manchen Stellen durchgedrungen ist:

"Können Sie mir Auskunft darüber geben, wie hoch die Preisnachlässe beim Küchenkauf heutzutage im Schnitt sind? Wie halten es die Händler und mit wie viel Rabatt kann man durchschnittlich rechnen bzw. von welchen Faktoren ist der Nachlass für günstige Küchen abhängig?"

Ich möchte aber nicht an der Fragestellung meckern sondern antworte brav - oder auch nicht:

"Wenn in den Küchenstudios oder den Küchenabteilungen der Möbelhäuser vorab Preisreduzierungen angeboten werden (Werbung mit beispielsweise 30, 50 oder sogar 60%), dann haben sie die Prozente vorher auf den sonst üblichen Preis draufgeknallt. Punkt. Wie kann es da einen Durchschnittswert für real nicht existierende Nachlässe geben? Oder wollten Sie wissen, mit welchen Prozentzahlen durchschnittlich geworben wird?

Ich rate allen Küchenkäufern, zunächst jede Rabattwerbung beiseite zu lassen - egal ob es sich dabei um günstige Küchen per se oder um hochwertige Markenküchen handelt. Echte Nachlässe und den besten Preis holt man nur dann heraus, wenn man strategisch vorgeht und etwas Insiderwissen hat. Genau das vermittle ich mit meinem Ratgeber Clever Küchen kaufen. Nach dem Lesen kommt allerdings der Praxistest und dann ist das Geschick des Einzelnen gefragt. Ich verspreche jede Menge Aha-Erlebnisse, realisiert in jeder Menge Euro echter Ersparnis. Aber Durchschnittswerte für Cleverness kann ich leider nicht bieten."

Das war es von meiner Seite aus. Wie es der Reporter aufgenommen hat, weiß ich bisher nicht.




Küchen vom Baumarkt

Es deutet sich schon seit längerer Zeit an, dass sich die do-it-yourself-Branche, das heißt die Baumärkte, nicht mehr alleine nur auf den Bedarf für den Heimwerker konzentrieren. Sie drängen mehr und mehr hinein in den Möbelbereich. Dabei stehen Küchen obenan.

“Dann soll ich also meine neue Einbauküche im Baumarkt in der Nähe kaufen?”, fragt jetzt vielleicht sogar etwas verächtlich der eine oder andere Kücheninteressent. “Ja, warum eigentlich nicht?”, frage ich zurück.

Wie man die Qualität von Küchen auch als Laie selbst beurteilen kann, wie man plant, wie man über den Preis verhandelt, wie man den Küchenauftrag risikolos gestaltet und die Lieferung überwacht usw. - alles das weiß der clevere Küchenkäufer aus dem Ratgeber Clever Küchen kaufen.

Das Küchenterrain eines Baumarktes ist da nicht anders als jedes Küchenstudio. Vielleicht sogar besser. Als vorläufig erstes Beispiel möchte ich erwähnen:

OBI Bau- und Heimwerkermärkte GmbH & Co. Franchise Center KG
Albert-Einstein-Straße 7-9
42929 Wermelskirchen

Über 330 OBI-Märkte gibt es momentan in der Bundesrepublik. In einigen wurden und werden Küchenstudios eingerichtet. In der großen Baumarktfläche wirken diese Küchenabteilungen wie Inseln. Die Berater und Beraterinnen nehmen sich Zeit für die Kunden und hantieren an PCs mit neuester 3D-Küchenplanungs-Software. Das Aufmaß zu Hause beim Kunden gehört mit zum Angebot. Es geht also professionell und kompetent zur Sache.

Hersteller der OBI-Küche ist ein Unternehmen der großen schwedischen Küchenschmiede Nobia S.A.:

OPTIFIT Jaka-Möbel GmbH
Jaka-Straße 3
32351 Stemwede-Wehdem
www.optifit.de

Wir können sicher sein, dass andere Baumarktketten das weite Feld der Baumarktküche nicht alleine OBI überlassen. Meines Wissens rüsten augenblicklich entsprechend auf: Toom, Max Bahr und Knauber.




Die Top 10 Küchenhersteller für Deutschland

"Wer baut diese schöne Küche?", werden Sie fragen, wenn Sie wegen einer neuen Einbauküche auf Küchenschau gegangen sind. Man nennt Ihnen vielleicht einen Namen. Wenn Sie mit der Küchenbranche bisher nichts zu tun hatten, können Sie damit wahrscheinlich aber nicht viel anfangen.

Ich kann Ihnen eine kleine Orientierungshilfe bieten. Ich liste die Küchenproduzenten auf, welche für Deutschland die meisten Küchen produzieren. Die Rangfolge basiert auf Umsatzzahlen des Jahres 2006 (Quelle: Zs. möbel kultur 5/2008).

Wenn Ihre Wunschküche von einem dieser Top Ten gebaut wird, können Sie zumindest seufzen: "Aha" oder "Naja". Was dann aber unbedingt folgen muss, sage ich Ihnen unten. Jetzt erst einmal die Namen:

Nobia AB - 1.482 Mio. Euro
Klarabergsviadukten 70, A5
Stockholm
www.nobia.com

Kurioserweise muss ich mit einem Schweden anfangen, denn er ist Europas größter Küchenhersteller und hat unsere Bundesrepublik heftig ins Visier genommen. Er vertreibt hier direkt über Küchenfilialisten, die er sich nach und nach einverleibt hat: Plana Küchenkette, Marquardt Küchen, Asmo Küchen und neuerdings die Küchenfachmärkte Vesta.

Nobilia Werke - 618 Mio. Euro
J. Stickling GmbH & Co. KG
Waldstraße 53-57
33415 Verl
www.nobilia.de

Alno AG (Alno Gruppe) - 610 Mio. Euro
Heiligenbergerstr. 47
88630 Pfullendorf
www.alno.de

Bei Alno muss man auch an andere Namen denken, unter anderem an Pino, Impuls und Wellmann, weil sie ebenfalls zur Gruppe zählen.

Schmidt Küchen / Cusinella (SALM Gruppe) - 260 Mio. Euro
Hubert-Schmidt-Str. 4
66625 Türkismühle
www.schmidt-kuechen.de

Nolte Küchen GmbH & Co. KG - 250 Mio. Euro
Anni-Nolte-Str. 4
32584 Löhne
www.nolte-kuechen.de

Snaidero Küchen - 248 Mio. Euro
Snaidero SPA
Viale Europa Unita 9
I-33030 Majano (UD)
www.snaidero.it

Der Italiener ist hierzulande mit Rational Einbauküchen, Melle, aktiv.

Häcker Küchen GmbH & Co. KG - 246 Mio. Euro
Werkstraße 3
32289 Rödinghausen
www.haecker-kuechen.de

Schüller Möbelwerk KG - 187 Mio. Euro
Rother Straße 1
91567 Herrieden
www.schueller.de

SieMatic Möbelwerke - 150 Mio. Euro
August-Siekmann-Straße 1-5
32582 Löhne
www.siematic.de

Bau-for-mat Küchen GmbH & Co. KG - 123 Mio. Euro
Kattwinkel 1
32584 Löhne
www.bauformat.de

Nun zu dem oben erwähnten "Aha" oder "Naja": Die Umsatzmillionen der Küchenhersteller können für clevere Möbelkäufer kein Auswahlkriterium sein. Solche Zahlen sagen letztlich nichts aus über Qualität zu bestem Preis. Aussagen darüber finden Sie aber in meinem Ratgeber Clever Küchen kaufen mit der "Checkliste Küchenqualität".