Küchen-Preise: Neue Masche durch Rabatte?
Eine Leserin schrieb mir kürzlich:
Guten Tag Herr Günther, zuerst einmal möchten wir Ihnen mitteilen, dass Ihr Buch wirklich sehr gut zu lesen ist. Auch wurden uns bei der Kontaktaufnahme mit den Küchenstudios die von Ihnen beschriebenen Unverschämtheiten tatsächlich entgegen gebracht. Aber wir haben bezüglich der Küchen-Preise eine Frage.Wir besuchten in den letzten 5 Wochen die verschiedensten Küchenstudios und sind dabei auf eine Nolte Küche gestoßen, die uns sehr gefällt. Nun ist das bei den Händlern überall so gewesen, dass sie uns einen Listenpreis von etwa 19.000,00 € nannten und im gleichen Zuge aber auf ihre momentanen Rabatte von 30, 35 oder 40% zu sprechen kamen. So lagen die Küchen-Preise dann letztlich zwischen 11.500,00 und 13.500,00 € einschließlich E-Geräte.
Ist das die neue Masche beim Küchenkauf? Sind nach diesen Preisnachlässen noch weitere Rabatte drin? Unser Limit liegt nämlich bei 10.000,00 €.
In der Tat, in letzter Zeit ist mir häufig über diese neue Angebotsstrategie berichtet worden. Zuerst werden hohe Listenpreise der Hersteller angesetzt und anschließend unaufgefordert zurück gerechnet. Ich schrieb:
"Hallo, auch andere Küchenkäufer berichteten mir von dieser Masche. Ich halte dafür, dass dies die Antwort auf die so genannte Rabattjägerei der Verbraucher ist: Wenn früher der Küchenmöbler einfach seinen Hauspreis errechnete, präsentiert er heute zunächst einen überhöhten Listenpreis des Herstellers. Anschließend rechnet er von dieser Preisliste ungefragt irgenwelche Rabatte herunter. Staunend steht der Kunde da und denkt: Prima, ein toller Rabatt, um den ich noch nicht einmal verhandeln muss. Dabei ist dieser Rabattpreis meistens genau so hoch wie früher der Hauspreis, wenn nicht gar höher.
Insofern bleibt alles beim Alten. Behalten Sie bitte deshalb strikt die Strategie aus Clever Küchen kaufen bei. Sie kommen damit auf einen Preis, der mit Sicherheit unter 10.000,00 € liegt."
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