Küchenplanung: So planen Sie richtig

„Sehen Sie die Planung, die mit der Software vorgenommen wird, als Grundlage an, nicht als Endresultat. Haben Sie sich für einen Küchenhersteller entschieden, dann sollten Sie diese Planung in jedem Fall noch einmal gründlich durchspielen.“

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Küchen-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in SAT1, RTL und ARD.

Diesen Rat habe ich schon vielen Lesern in Bezug auf die Nutzung von Küchenplanern gegeben. Leider muss ich ihn aber immer mal wieder relativieren.

Dann nämlich, wenn mir frustrierte Küchenkäufer per E-Mail oder am Telefon schildern, was bei der Planung ihrer neuen Küche alles schiefgelaufen ist – und zwar trotz oder gerade wegen der Beratung durch einen vermeintlichen Experten im Möbelhaus oder Küchenstudio.

Umso dringlicher erscheint es mir daher, dass Sie selbst sich so weit und so detailliert wie möglich mit der Materie befassen. Denn erst wenn Sie wissen, was Sie wollen, stehen die Chancen gut, es auch zu bekommen.

1. Schritt: Die Grobplanung

Wenn Umzug oder Renovierung der Anlass für eine Küchenplanung sind, nehmen Sie zunächst die Raummaße genau auf. Gibt es eine Grundrisszeichnung? Das ist prima. Nutzen Sie diese, aber verzichten Sie keinesfalls darauf, die eingetragenen Maße zu überprüfen. Bei der Küchenplanung kommt es nämlich auf jeden Zentimeter an.

Bauen Sie ein neues Haus, dann sollten Sie die Küchenplanung von Anfang an berücksichtigen. Je früher Sie beginnen, desto einfacher lässt sich der Einbau von Leitungen und Anschlüssen realisieren. Denken Sie dabei nicht allein an den Anschluss für Backofen und Herd, Spüle und Geschirrspüler. Achten Sie auch darauf, ausreichend Steckdosen einzuplanen – und zwar möglichst gut verteilt.

Haben Sie Ihren Grundriss erstellt, geht es an die Detailplanung. Das ist der Moment, indem Sie in Kontakt mit einem Berater treten – aber Sie sind ja jetzt bereits gut vorbereitet.

2. Schritt: Die Planung mit einem Berater

Haben Sie mithilfe eines Küchenplaners bereits die Eckdaten und die ungefähre Ausstattung Ihrer neuen Küche festgelegt, dann geht es an die konkrete Auswahl. Nutzen Sie hierfür ruhig die kostenlosen Beratungsangebote mehrerer Küchenstudios – es besteht schließlich kein Kaufzwang!

KüchenplanungLassen Sie Ihren eigenen Plan zunächst in der Tasche und hören und schauen Sie, was der Berater Ihnen an Vorschlägen zu bieten hat. Händigt er Ihnen seinen Plan schriftlich aus, so können Sie diesen zu Hause noch einmal in Ruhe mit Ihrer eigenen Planung vergleichen.

Stimmt alles? Fühlen Sie sich gut beraten oder hatten Sie den Eindruck, dass die Planung des Verkäufers doch sehr weit von Ihren ursprünglichen Ideen abwich? Ließe sich der Planungsvorschlag des Beraters überhaupt umsetzen, ohne dass weitere Umbauten erforderlich sind?

Viele meiner Leser scheuen davor zurück, den Vorschlägen eines „Experten“ zu widersprechen, der es doch um so viel besser wissen muss, als sie selbst. Dazu besteht kein Grund. Sie dürfen fragen, was und so viel Sie wollen.

Olaf GüntherTipp von TV-Küchenexperte Olaf Günther: "Ihre neue Küche je nach Hersteller bis zu 12.000,00 € günstiger! Wo und wie zeigen wir Ihnen hier..."

Im Gegenteil, ein guter Berater freut sich über das Interesse seiner potenziellen Kunden. Mit einem schlechten Berater dagegen könnte es Ihnen so ergehen wie einer völlig verzweifelten Käuferin, die mir berichtete, dass ihr bei einer Körpergröße von 158 cm eine extra hohe Arbeitsplatte eingebaut wurde, und dass sie durch diesen und weitere Planungsfehler 17.000,00 € in den Sand setzte.

3. Schritt: Überprüfung aller Vorschläge

Haben Sie ausreichend Planungsbeispiele gesammelt und sich auch die Kosten kalkulieren lassen, dann stellen Sie endgültig die Pläne für Ihre neue Küche zusammen. Berücksichtigen Sie dabei

  • die tatsächlichen Maße des Küchenraumes samt einschränkender Elemente wie Türen, Fenstern, Heizkörpern;
  • ergonomische Gesichtspunkte;
  • die benötigte und gewünschte Einrichtung;
  • die Anschlüsse für die Energie- und Wasserversorgung.

Erst wenn Sie alle einzelnen Details noch einmal überprüft haben und wirklich zentimetergenau Maß gemessen wurde, sollte der passende Küchenhersteller mit der Fertigung beauftragt werden.

4. Schritt: Geräte und Ausstattung bestimmen

Viele Küchenhändler bzw. Küchenhersteller überlassen es ihren Kunden, welche Elektrogeräte sie auswählen und von welchem Unternehmen diese stammen. Gerade die Auswahl der Elektrogeräte kann sich aber erheblich auf den Preis auswirken. Prüfen Sie also auch hier sorgfältig, welche Möglichkeiten Sie haben, statt einen Vorschlag einfach zu übernehmen.

Berücksichtigen Sie dabei auch, was wir Ihnen in Clever Küchen kaufen als Maxi-Mini-Vergleich vorstellen:

Benötigen Sie wirklich den allerneuesten Dampfgarer mit elektronischer Kindersicherung, automatischer Vorwahltaste und integriertem Audioplayer? Oder tut es eine einfache Mikrowelle? Muss Ihr Geschirrspüler 25 Programme zur Auswahl haben, wenn Sie doch ohnehin immer den Eco-Spülgang betätigen?

Was immer Sie dann entscheiden – lassen Sie sich zu nichts überreden, wovon Sie nicht 100%-ig überzeugt sind. Denn katastrophale Fehler treten in der täglichen Planungspraxis leider viel häufiger auf, als Sie glauben. Dabei ist es mit ein wenig Hilfe und Erfahrung möglich, sie bereits im Vorfeld zu vermeiden. Wie Sie das anstellen, zeigen wir Ihnen in den Beiträgen auf dieser Seite und in Clever Küchen kaufen.

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