Küchenplanung: Keine Pläne für Schnorrer?

Neulich griff mich ein Küchenhändler massiv an. Wenn es nach mir ginge, schimpfte er, solle er den Kunden oder Interessenten kostenlos das Material zur Küchenplanung, wie zum Beispiel Zeichenpapier, Lineale und Stifte in die Hand geben. Das sei aber noch nicht alles.

Ferner solle er mir nichts dir nichts den Küchenplan herausrücken, der erst nach intensiver Beratung mit hohem Zeitaufwand entstanden sei. Wörtlich:

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Küchen-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in SAT1, RTL und ARD.

Ich halte es aber für völlig legitim, einem Kunden Pläne nur nach Auftragserteilung auszuhändigen oder Geld dafür zu verlangen. Wir sind ein kleines Küchenfachgeschäft im hochwertigen Bereich und ich investiere gerne viel Zeit in Kunden mit ernsthaftem Interesse, die auf eine ausführliche Beratung und kreative Ideen bei der Küchenplanung Wert legen. Aber auf Kunden, die nur kostenlose Leistungen schnorren wollen, um sich dann beim nächsten Billiganbieter mit wenig Aufwand diese Ideen umsetzen zu lassen, können wir gerne verzichten.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, in unserem Haus wird jeder, der uns besucht, gerne und ausführlich beraten. Mir geht es, wie schon gesagt, um Kunden, die sich vorsätzlich kostenlose Leistungen erschleichen wollen.

Traurig finde ich, dass aber gerade Sie, der Sie die andere Seite kennen wollen, dazu aufrufen. Es wäre schön, wenn Sie auch mal einige positive Seiten der Küchenfachhändler aufzeigen würden. Beispiele: Service, kreative Planungsideen und kundenorientiertes Denken der meistens kleineren Küchenstudios.

Zuletzt eine Frage, sehr geehrter Herr Günther: Warum verteilen Sie Ihren Ratgeber zum Küchenkauf nicht kostenlos?

Solches Gezeter kennt man zur Genüge. Legitim soll es sein, die Pläne nicht herauszugeben. Aber keine Legitimität beim Kunden, wenn er Preise und Qualität vergleichen möchte. Solch Ansinnen wird abgewürgt, indem man es in eine unmoralische, wenn nicht gar rechtswidrige Ecke drückt. Welche Perfidie. Trotzdem funktioniert es oft. Viele Kunden kuschen.

Doch hinter dem Geschrei steckt noch mehr: Allen schönen Worten zum Trotz gilt der Küchenkunde vielfach immer noch als Bittsteller, der froh sein sollte, dass man ihm so tolle Planungsleistungen bietet.

Wie aber kommt der Küchenprofi überhaupt zu seinen großartigen Ideen bei der Küchenplanung? Nicht zuletzt dadurch, dass ihm die Kunden ihre Raummaße und ihre Küchenwünsche aufs Tablett legen, ihm also Planungsanstöße für die Realität geben, die er in der Theorie nie finden würde. Und das kostenlos.

Man muss nicht Volkswirtschaft studiert haben, um zu wissen, dass man in der freien Marktwirtschaft Gewinn letztlich nur erzielt, wenn man Vorleistungen erbringt, für die man zunächst kein Geld sieht. Wenn dann einmal aus einem Geschäft nichts wird, ist das für den Vorleister zwar ärgerlich, gehört allerdings zum Spiel. Das nächste Geschäft bringts wieder rein.

Mir geht es doch auch so. Meine Vorleistung besteht in den Infos, die ich kostenlos ins Netz stelle. Wenn daraufhin mein Ratgeber Clever Küchen kaufen erworben wird, kann ich Geld dafür verlangen, weil der Inhalt spezielles Wissen vermittelt, das den Küchenkäufer auf Augenhöhe mit dem Küchenhändler bringt. So auch beim aktuellen Thema: Es steht drin, wie man zu seinen Plänen kommt, obwohl der Küchenhändler damit hinter dem Berg halten will…

Damit wäre wohl auch die Frage beantwortet, warum meine Ratgeber gerne bezahlt werden.

Heinz G. GüntherTV-Küchenexperte Heinz G. Günther warnt vor Abzocke: "Kaufen Sie keine Küche, bevor Sie nicht diesen Bericht gelesen haben!"
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