Leicht Küchen: Was Sie über Preise und Qualität wissen sollten

Glaubt man entsprechenden Umfragen, dann sind Leicht Küchen vielen Verbrauchern ein Begriff. Verständlich, denn der Hersteller platziert seine Produktpalette im Premiumsegment und gilt als etablierte Küchenmarke.

Was bedeutet das konkret für die Preise der Leicht Küchen im Handel? Welche Qualität haben die Leicht Küchen? Und stimmen Preis und Leistung? Die Antworten geben wir Ihnen in diesem Beitrag.

Leicht Küchen AG
Gmünder Straße 70
73550 Waldstetten
Leicht Küchen

Die Marke Leicht

Alles begann im Jahr 1928 mit einer kleinen Schreinerei in Schwäbisch Gmünd, die die Brüder Josef und Alois Leicht gemeinsam gründeten. Nach dem 2. Weltkrieg konzentrierte man sich dann mehr und mehr auf die Fertigung der damals üblichen Küchenbuffets.

In den letzten Jahrzehnten wuchs Leicht Küchen nicht nur wegen des von vielen Käufern bevorzugten minimalistischen Küchendesigns, sondern vor allem auch durch einige bemerkenswerte Innovationen zu einem der größten deutschen Küchenhersteller heran.

Einen Meilenstein in der Geschichte des Küchenbaus setzte das Unternehmen beispielsweise mit der Einführung eines festen Rastermaßes beim Korpus – lange bevor dies allgemein üblich wurde.

In den 1960er Jahren war es dann eine moderne Küche mit PVC-Oberfläche, die als Neuheit für eine Überraschung sorgte und sich durchsetzen konnte.

1993 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft überführt. Größter Anteilseigner ist die Welle Holding, eine reine Finanzholding. Theoretisch bestimmt diese die Geschicke der Leicht Küchen AG. Doch legt man Wert darauf, die unter dem Dach der Welle Holding versammelten Möbelhersteller möglichst selbstständig entscheiden zu lassen.

Der jährliche Umsatz der Leicht Küchen AG betrug zuletzt an die 150 Mio. €, was Platz 6 im Ranking der deutschen Küchenhersteller bedeutet.

Dabei weisen die Waldstettener mit 60% eine im Vergleich recht hohe Exportquote auf: Geliefert wird in rund 60 Länder weltweit. Speziell im asiatischen Raum entstanden einige repräsentative Bauprojekte, für deren Ausstattung die Küchen von Leicht geordert wurden.

Produziert wird auf etwa 40.000 m² am Firmensitz in Waldstetten und seit Herbst 2020 im ebenso großen Werk 2, das nur wenige Kilometer entfernt in Schwäbisch Gmünd (Gewerbegebiet Gügling) errichtet wurde.

Neben den eigentlichen Küchenmöbeln stellen die inzwischen fast 700 Mitarbeiter auch weitere Möbel her, die dafür konzipiert sind, einen fließenden Übergang zwischen Küche und den Wohnräumen zu ermöglichen.

Planungsoptionen bei Leicht Küchen: Geht net, gibt’s net

Leicht Küchen werden nach dem Rastermaß 13,25 cm und standardmäßig mit einer Unterschrank-Korpushöhe von 80 cm geplant (6 Raster). Je nach Bedarf und Körpergröße der Küchennutzer gibt es die Alternative, die Korpuslinie 73 (5,5 Raster) oder die neue Korpuslinie 86 (6,5 Raster) auszuwählen.

Dies schafft mehr als ausreichend Freiraum, die Forderung an ein perfektes ergonomisches Arbeiten in der Küche zu erfüllen.

Dabei ist es völlig unerheblich, ob es eine relativ schlichte Leicht Küche mit Griffen in L-Form, oder ob es eine grifflose Inselküche mit flächenbündig in die Raumwände integrierten Schränken sein soll.

Welche Planungsmöglichkeiten sich dem Kaufinteressenten hier mit den verschiedenen Schranktypen, Farben und Materialien bieten, lässt sich kaum in konkrete Zahlen fassen oder abschließend aufzählen.

Daher möchten wir uns an dieser Stelle auf die Nennung der Highlights beschränken, mit denen man seine neue Küche in Form und Design je nach den eigenen Vorstellungen – und der Dicke der Brieftasche natürlich – zusammenstellen kann:

  • Über 30 Fronten mit Oberflächen in teils ungewöhnlichen Materialen wie Naturstein und Echtmetall,
  • Arbeitsplatten aus Kompakt-Schichtstoff und Glas in geringen Materialstärken (10 bzw. 12 mm),
  • spezielle Schränke mit ausgeklügelten Innenausstattungen zur Einrichtung eines Hauswirtschaftsraums,
  • mehrere Regalsysteme mit variabler Unterteilung und LED-Beleuchtung sowie
  • Innenorganisationssysteme aus Massivholz und pulverbeschichtetem Stahl.

Darüber hinaus verstehen sich die Schwaben als eine Art „industrielle Manufaktur“: Was nicht passt, wird passend gemacht. So sind Sonderanfertigungen wie beispielsweise Tiefen- oder Höhenkürzungen bei den Schränken möglich. Selbst Auszüge lassen sich in der gewünschten Breite bestellen.

Klar ist, dass auch bei den Leicht Küchen der Wahl der passenden Fronten die größte Bedeutung zukommt.

Die Frontprogramme lassen sich grob zunächst in die Sparten moderne sowie traditionelle Küchen (Landhausstil) einteilen. Worin sie sich wesentlich unterscheiden und welche Besonderheiten erwähnenswert sind, möchten wir im Folgenden darstellen.

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Moderne Leicht Küchen: Fronten von zeitlos bis puristisch

Als günstige Modelle in den Preisgruppen 1 und 2 mit Schichtstoff- oder Melaminharzoberfläche sind hier Ikono, Ceres, Solara und Minera zu nennen. Die Kanten werden mittels Lasertechnologie fugenlos verschweißt.

Etwas teurer (Preisgruppe 3) aber dafür extrem robust sind die beiden Fronten Tocco mit einer Beschichtung aus Resopal® und F 45 aus Fenix NTM®-Schichtstoff in 10 supermatten Unifarben.

Eine klassische Holzdekoroberfläche zeigt die Front Synthia in Eiche- und Pinie-Farbtönen, während Metea mit einem Metalleffekt in Chrome oder Cobalt brushed und Marmo mit täuschend echter Marmorstruktur begeistern.

Orlando besitzt durch die Tiefenprägung eine fühlbare Holzstrukturoberfläche. Reizvoll ist hier beispielsweise die dunkle Struktur Bergrobinie in Kombination mit Bondi im samtmatten Arctic Weiß.

Leicht Küche Bondi Arctic Weiß | Orlando Bergrobinie

Foto: © Leicht Küchen / P. Schumacher

Doch zeigt auch gerade eine solche Planung, wie schwierig es sein kann, Musterküchen der Küchenhersteller schematisch darzustellen und zu vergleichen.

Puristisches Design, schwebende Unterschränke, eine horizontale Gliederung durch farblich abgestimmte Griffmulden – bei den Lackfronten zeigt sich die Vielseitigkeit des Produktionsprogramms.

Zu diesen zählen außer der günstigen Sirius in Preisklasse 2 die Ausführungen Classic-FF, Largo-FG und Classic-FS (Preisgruppen 3 bis 5).

Die Lackfronten sind bei Leicht Küchen zumeist in allen Farben der RAL- bzw. NCS-Farbpalette sowie je nach Modell in Matt, Hochglanz oder Strukturlack erhältlich.

In Kontrast hierzu präsentiert sich das Programm Laika in kupferfarbigem Metalliclack.

Wer Küche und Wohnbereich verbinden möchte und sich gern mit natürlichen Materialien umgibt, sollte einen Blick auf die echtholzfurnierten Küchenfronten werfen.

Hierzu gehören Valais und Topos (erhältlich beispielsweise in gebürsteter Walnuss) sowie die Eichenfurnierfront Xylo, die durch Risse und Verästelungen optisch besonders stark den Charakter von Altholz vermittelt. Die Holzoberflächen sind mit PUR-Lack versiegelt.

Ästhetisch anspruchsvoll präsentieren sich bei Leicht Küchen die mattierten Glasfronten: Die beiden Ausführungen Ios bzw. Ios-M können angenehm harmonisch oder spannend kontrastreich mit anderen Materialien und Farbgebungen oder Lackierungen kombiniert werden.

Selbstverständlich greift man auch die jüngsten Trends in der Küchenherstellung auf, nämlich die Herstellung von Oberflächen aus Beton, Stein und Echtmetall.

Die Vertreter in diesem Bereich nennen sich Concrete (Spachtelbeton in vier Farbausführungen), Stone (Naturstein in den Farben Cotta und Fossena) und die abgebildete Steel in Metall patiniert. Alle drei sind aufgrund ihrer aufwändigen Bearbeitung von Hand in Preisgruppe 7 einsortiert.

Leicht Küche Steel in Ferro

Foto: © Leicht Küchen / P. Schumacher

Als Alternativen stehen je nach Geschmack Aluro (eloxiertes Aluminium) und Rocca (Naturstein in acht Varianten) zur Wahl.

Ungewöhnliche Akzente in punkto Frontdesign finden sich zudem bei den Leicht Küchen Kera aus Keramik und Solid mit Massivholzkanten in Eiche oder Walnuss.

Eine der zuletzt präsentierten Neuheiten nennt sich Bossa in Alpineiche (siehe Foto) und Walnuss Furnier. Die Frontverkleidung ist im 5 mm Abstand vertikal strukturiert und in dieser Form auf dem deutschen Küchenmarkt bisher einzigartig.

Leicht Küche Bossa in Alpineiche

Foto: © Leicht Küchen / P. Schumacher

Fast alle dieser beschrieben Musterküchen sind mit Griffen oder in einer grifflosen Ausführung erhältlich, die bei Leicht Küchen mit Avance bezeichnet wird. Eine eigenständige Variante der grifflosen Avance nennt sich Contino mit einer geraden, abgekanteten Front.

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Die Leicht Landhausküchen: Klassische Eleganz

Wer eine klassische Formgebung für die neue Einbauküche bevorzugt, der wird bei Leicht Küchen ebenfalls fündig. Die Landhausküchen in traditionellem Look warten hier mit einem Oberflächenfinish in Lack und Echtholzfurnier auf.

Das typische Rahmendesign zeigen Carré-FS und die etwas moderner angehauchte Verve-FS mit einem 10 mm schmalen, äußeren Konturrahmen.

Zum Hingucker wird die Verve-FS in den Farbtönen des exklusiven Leicht-Farbspektrums Les Couleurs®Le Corbusier, hier gezeigt in Ombre Naturelle.

Leicht Küche Verve-FS in Ombre Naturelle

Foto: © Leicht Küchen

Weitere attraktive Auswahl bietet die Front Avenida (Massivholzrahmen, Esche lackiert).

Die Modelle Madero in fünf Wildeiche-Farbtönen sowie Terma in Kastanie mit vertikalem Verlauf der Maserung schließlich runden das Programm der Leicht Landhausküchen ab.

Leicht Küchen: Fronten

Anzahl der Fronten nach Oberflächen

OberflächenmaterialAnzahlBeispiel
Melaminharz8Ceres
Schichtstoff3Tocco
Lack7Largo-FG
Holz7Topos
Glas2Ios
Beton1Concrete
Stein2Stone
Metall3Steel
Keramik1Kera

Die Qualität der Leicht Küchen: Tests und Zertifikate

Jede Menge Tests müssen durchlaufen und Nachweise erbracht werden, bevor ein Unternehmen das Gütezeichen für gesundes Wohnen – das Goldene M – der DGM (Deutsche Gütegemeinschaft Möbel) sein Eigen nennen kann.

In die Tests und Nachweispflichten einbezogen werden dabei nicht allein die Endprodukte, sondern auch Fertigungsverfahren, die Herkunft der Rohstoffe und die Arbeitswege und -weisen der Lieferanten. Der Leicht Küchen AG ist es gelungen, das begehrte Siegel zu erhalten.

Darüber hinaus kann man auf die PEFC-Zertifizierung verweisen. Sie besagt, dass Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft verarbeitet werden. Schließlich werden nach Angaben des Unternehmens selbst für die Küchen in matter Lackierung zu 90% lösungsmittelfreie Wasserlacke verwendet.

Eine ökologisch verträgliche Produktion kann gerade für Kunden, die nach Küchen auf einem hohem Preisniveau Ausschau halten, einen wichtigen Kaufimpuls darstellen. Daneben sind natürlich die Qualität des Materials und das Design einer Küche wichtige Faktoren, die den Kaufentscheid beeinflussen.

Leicht Küchen ist Mitglied im Rat für Formgebung (German Design Council) und konnte selbst bereits zahlreiche Designerpreise entgegennehmen. So hat beispielsweise das Lichtregal Xtend+ gleich drei Preise erhalten: Den if product design award, den Interior Innovation Award und den Plus X Award.

Leicht Küchen: Qualitäts- und Gütezeichen

Bedeutende Gütesiegel bei Küchenmöbeln (* = Zertifikate der DGM)

LabelJa / Nein
Goldenes M *✔️
Möbel Made in Germany *
Klimapakt Möbelindustrie *✔️
Klimaneutraler Hersteller *✔️
FSC
PEFC✔️
Blauer Engel
GS – geprüfte Sicherheit✔️
Kastenmöbel Emissionsklasse *A

Der „Kern“ der Leicht Küchen, d.h. die Konstruktion des Korpus, offenbart eine solide Qualität sowohl hinsichtlich der Verarbeitung als auch mit Blick auf die Materialstärken. Von einem Hersteller im oberen Preissegment darf man das sicherlich erwarten.

Als Pluspunkt zu bewerten sind die 19 mm starken Konstruktionsböden, die meist höhere Lasten als die Fachböden tragen müssen. Gleiches gilt für die Beschlagsysteme, die von den renommierten Zulieferern Blum und Grass stammen.

Leicht Küchen: Qualitätsmerkmale

KriteriumWert
Korpusraster132,5 mm
Korpushöhen Unterschrank730 / 800 / 860 mm
Korpusplattenstärke16 mm
Stärke Konstruktionsboden19 mm
Rückwandstärke3,0 mm
Vorderkante als Dickkante✔️
Korpusdichtprofil
Korpus innen und außen farbgleich
Einlegeböden Stärke16 mm
Einlegeböden gesichert✔️
Schubasten- und AuszugssystemGrass
TürscharniereGrass
Faltklappen- und LiftttürenbeschlägeBlum
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Die Preise: Wie teuer ist eine Leicht Küche?

Wir alle wissen: Die alte Lebensweisheit „wer billig kauft, zahlt doppelt“ hat an Gültigkeit nichts verloren. Dennoch sind Preise im 5-stelligen Bereich kein Pappenstiel – und die Kosten für einfache Standardküchen von Leicht liegen im Fachhandel selten unter 10.000,00 €.

Nach unseren Erfahrungen geben die meisten Kunden sogar mehr als 20.000,00 € für ihre neue Leicht Küche aus. Das ist rund das Dreifache des durchschnittlichen Küchenpreises aller im vergangenen Jahr in Deutschland verkauften Einbauküchen (ca. 7.500,00 €).

Wer nachhaltige Fertigung, hochwertige Materialqualität und ein schickes Design bei seiner neuen Küche erwartet, der wird angesichts solcher Summen also nicht umhinkommen, sich mit der Materie intensiv zu befassen und die Leicht Küchen auch mit denen anderer Küchenhersteller zu vergleichen.

Für den Laien ist die Bewertung der Qualität einer Küche jedoch gar nicht so einfach. Auch der Preisvergleich hat jede Menge Tücken. Denn jeder Händler setzt die Preisliste anders um, wobei gerne und ungefragt irgendwelche Fantasierabatte gegeben werden.

Wie die Leicht Küchen im Vergleich mit anderen Herstellern abschneiden und wie Sie beim Kauf – je nach Küchengröße und Ausstattung – 4.000,00 € und mehr sparen, verraten wir Ihnen in Clever Küchen kaufen.

Erfahrungen mit Leicht Küchen

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