Artego Küchen: Was Sie über Preise und Qualität wissen sollten

Mit rund 130 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von etwa 40 Mio. € ist Artego ein eher kleiner Anbieter unter den Küchenherstellern. Wo liegen die Preise für Artego Küchen im Vergleich? Wie ist die Qualität der Artego Küchen einzustufen? Lesen Sie im Folgenden die Antworten auf diese und weitere Fragen.

Heinz G. GüntherOlaf GüntherDie Autoren: Die Küchen-Experten Heinz G. und Olaf Günther, bekannt aus über 30 TV-Reportagen in SAT1, RTL und ARD.

Artego Küchen GmbH & Co. KG
Zu den Meerwiesen 17
32549 Bad Oeynhausen
Artego Küchen

Die Marke Artego

Artego Küchen werden erst seit 2011 unter diesem Namen angeboten. Das Unternehmen selbst ging aus der KM Möbel AG hervor und vollzog mit der Umfirmierung auch eine komplette Neuausrichtung auf dem Küchenmarkt. Während KM Möbel ausschließlich zerlegte Küchen für den Discount fertigte, konzentriert sich Artego nunmehr auf individuell planbare Einbauküchen.

Das Unternehmen hat es sich auf die Fahne geschrieben, mit cleveren Lösungen und solider Qualität im unteren bis mittleren Preissegment Fuß zu fassen und sich so von den Mitbewerbern abzusetzen.

Immer größere Bedeutung hat für den Küchenhersteller der europäische Markt. Mittlerweile wird rund ein Drittel der Produktion in die Benelux-Länder sowie nach Frankreich, Österreich und in die Schweiz exportiert.

Außer in den meisten größeren Möbelhäusern und Küchenstudios können Sie die Küchen von Artego im Messezentrum in 32278 Kirchlengern in der Klosterbauerschafter Straße 27 genauer betrachten und testen. Dort sind auf 2.000 Quadratmetern zahlreiche Modelle ausgestellt.

Das Programm von Artego: Schlank aber flexibel

Das Produktionsprogramm von Artego Küchen umfasst drei Modellreihen, die mit Q1, Q2 und Q3 bezeichnet werden.

Zur Zielgruppe zählen einerseits das jüngere Publikum, das oft nicht ganz so viel Geld investieren kann, andererseits solche Käufer, die keine gehobenen Ansprüche an Komfort und Design stellen.

Allen drei Serien von Artego ist gemein, dass sie auf dem sogenannten 130er-Raster basieren. Dies bedeutet beispielsweise für die Unterschränke, dass alle Schubladenreihen mit 130 mm gleich hoch sind.

Ein solches Rastersystem ist insbesondere bei der Planung von Vorteil. So lassen sich etwa zwei Schubkästen durch einen einzigen Auszug ersetzen, ohne dass man die übrigen Abmessungen im Auge behalten muss. Normalerweise sind Küchen mit einem solchen Bauprinzip in dieser Preisklasse eher selten zu finden.

Artego Q1 ist die Basisreihe des Küchenherstellers. Die Unterschrankhöhe liegt bei 71,5 cm, entsprechend 5,5 Raster. In Verbindung mit unterschiedlichen Sockelhöhen sind bei Q1 Arbeitshöhen zwischen 86 und 96 cm möglich.

Artego Q2 dagegen bietet mit einer Korpushöhe von 78 cm (6 Raster) zum einen mehr Stauraum, zum anderen kann dadurch die Arbeitshöhe maximal 102 cm betragen.

Mit der Serie Q3 hat Artego schließlich eine Designküche mit grifflosen Fronten im Programm. Auch diese Küchen haben wie die Linie Q2 eine Unterschrankkorpushöhe von 78 cm.

Olaf GüntherTipp von TV-Küchenexperte Olaf Günther: "Ihre neue Artego Küche bis zu 3.000,00 € günstiger! Wo und wie zeigen wir Ihnen hier..."

Hochschränke sind in vier, Oberschränke sind in sechs unterschiedlichen Höhen bei Artego verfügbar. Bei Q2 gibt es zudem noch einen Halbhochschrank (104 cm).

Alles in allem also eine ausreichend große Anzahl an Schranktypen, mit denen sich eine Küche planen lässt, die an die Körpergröße und die Arbeitsgewohnheiten des Benutzers optimal anpasst ist – egal, ob schlichte Küchenzeile, oder ob offene Wohnküche mit separater Kochinsel.

Die Küche von Artego nach Wunsch

Mit insgesamt 17 Modellen, die in sechs Preisgruppen einsortiert sind, ist das Angebot an Fronten bei Artego Küchen im Vergleich zu anderen Herstellern etwas mager. Dennoch ist für die meisten Kaufinteressenten sicher etwas Passendes dabei.

Artego KüchenWer matte Farben schick findet, sollte sich die Modelle Madrid, Eco pro, Speedo, Neo pro und Turin näher anschauen. Letztes bietet mit 12 Farbausführungen, darunter das kräftige Signalrot und das auffällige Currygelb, die größte Auswahl.

In Hochglanz dagegen sind Eco, Magma und Sigma (Lack).

Angesagte Beton- bzw. Steinoptik bieten die Artego Fronten Delta und Artstone. Titangrau und Bronze lauten die Farbbezeichnungen des Modells Ferro in Metalloptik.

Natürliches Flair strahlt das Holzdekor bei Trendy, Artwood und Trentino in Pinie oder Eiche aus. Im Landhausstil präsentieren sich Modena mit Rahmenprofil und Linea mit senkrechter Paneeloptik.

Die Glasfront Starlight (Preisgruppe 6) rundet das Frontprogramm von Artego nach oben hin ab.

Darüber hinaus haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Griffsystemen. Die Türen, Schübe und Auszüge lassen sich mit klassischen Griffen, Relinggriffen oder Griffleisten ausstatten. Bei den grifflosen Artego Küchen Q3 kommt die typische Griffmulde in Edelstahl oder optional lackiert zum Einsatz.

Das Angebot an Arbeitsplatten reicht von Modellen in Schiefer-, Granit- oder Betonoptik bis hin zu Holzdekoren in Eiche und Pinie.

Summa summarum existiert eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die neue Küche nach den eigenen Vorlieben zu gestalten.

Artego Küchen im Test: Fehlanzeige

Keine Experimente – so oder so ähnlich mag man es sich wohl bei Artego gesagt haben. Denn im Vergleich zu vielen anderen Küchenherstellern findet sich in punkto Oberflächenfinish nur Bewährtes wie Melaminharz und Lack. Für Kunststofffolien oder den Hype um das Lacklaminat interessiert man sich offensichtlich nicht.

Auch Fronten aus Echtholz – entweder in Furnier oder in massiv als klassische Rahmenfront im Landhausstil – sucht man bei Artego Küchen vergebens. Wenn Sie sich eher hierfür begeistern sollten, dann zählen Sie allerdings nicht zur Zielgruppe und Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich bei anderen Herstellern umzusehen.

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Laut Artego wird die Qualität der Küchen streng überwacht und deren Fertigung laufend optimiert.

So weit, so gut. Aber wer kontrolliert das?

Mit Selbstaussagen zur Qualität und mit dem an sich recht wertlosen Prädikat Made in Germany ist das so eine Sache. Unserer Meinung nach wären da Tests, Zertifikate und Gütesiegel von unabhängigen Prüfinstituten wesentlich substanzhaltiger. Der Großteil der Küchenhersteller jedenfalls kann solche Auszeichnungen vorweisen.

Aber seien wir optimistisch und hoffen, dass die Bad Oeynhausener nachziehen – vor allem im Interesse der potentiellen Kundschaft.

Die Preise für Artego Küchen

Da die drei Serien der Artego Küchen für unterschiedliche Zielgruppen gedacht sind, bewegen sich auch die Preise in verschiedenen Regionen.

Die Küchen der Serie Q1 sind Einstiegsmodelle und inklusive Elektrogeräten ab rund 2.000,00 € erhältlich. Die Preise der Einbauküchen vom Typ Q2 starten etwas darüber.

Da die Küchen oftmals als Komplettpakete beworben werden, deren Lieferumfang variiert, ist ein Vergleich der Preise für den Verbraucher alles andere als einfach. Die grobe Spanne für eine durchschnittlich große Küche jedenfalls reicht von 4.000,00 bis 8.000,00 €.

Die Linie Q3 schließlich zählt eher zur Mittelklasse und Sie müssen mit Preisen ab etwa 6.000,00 € rechnen.

Vor einer Kaufentscheidung sollten Sie allerdings die alternativen Produkte anderer Küchenhersteller in Betracht ziehen. Welche das sind und wie Sie beim Kauf Ihrer Artego Küche bis zu 3.000,00 € sparen, erfahren Sie hier.

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